Veränderte Rahmenbedingungen verkürzen die Entwicklungszyklen
Auch wenn man den Eindruck hat, im Personenverkehr gehöre die Zukunft dem Triebzug – auch hier werden die Bahnen künftig nicht ohne Lokomotiven auskommen. Aber deren Lebensdauer sinkt, und die Entwicklungszyklen werden kürzer.
Elektrische Lokomotiven konnten bisweilen «biblische Alter» erreichen. Die Ae 6/6 der SBB, die schrittweise ausrangiert werden, sind bzw. waren ein halbes Jahrhundert lang im Einsatz. Heute verspricht die Industrie für moderne elektrische Lokomotiven Lebensdauern von 30 Jahren. Dabei müssen sie zwischendurch den technischen Entwicklungen angepasst werden. Auch Lokomotiven fahren längst mit Elektronik, die sich schnell verändert. Zwar hat sich die Entwicklung bei Halbleitern etwas verlangsamt, aber früher oder später sind keine Ersatzteile mehr lieferbar. Etwa alle 10 Jahre müssen deshalb die elektronischen Baugruppen getauscht werden, was geeignete Schnittstellen inzwischen erleichtern.
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