24.07.2010 - Welt

Bahnchef Rüdiger Grube

 

verzettelt sich

Konzernchef Rüdiger Grube nimmt sich viel Zeit für Kunden. Das macht ihn zwar sympathisch, löst aber drängende Probleme nicht.

Es ist drei Uhr nachts, als Peter Ramsauers Handy klingelt. Bahn-Chef Rüdiger Grube ist dran. Eigentlich wollte der Bundesverkehrsminister vergangenen Mittwoch ausgeschlafen im fernen Jekaterinburg über die Kooperation von Deutschen und Russen bei Verkehrsprojekten referieren. Doch Grube, der nichts von der Reise ahnt und damit von der vierstündigen Zeitverschiebung, sprudelt los und hält einen Vortrag über Schienentechnik. Wenige Tage zuvor waren bei mehreren ICE-Zügen die Klimaanlagen ausgefallen, die Bahn samt Fahrgästen im Hitzekoller. Grube ist um Schadensbegrenzung bemüht. „Was ich gehört habe, war interessant. Einschlafen konnte ich aber danach nicht mehr“, erklärt der Minister trocken.

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